15.11.2016

Einstellung von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben


Ziel und Gegenstand
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Übernahme von Auszubildenden nach Insolvenz ihres bisherigen Ausbildungsbetriebs durch Zuwendungen, um den Jugendlichen die Fortsetzung ihrer Ausbildung zu ermöglichen.


Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie der freien Berufe.


Voraussetzungen
Die Ausbildung muss aufgrund von Insolvenz, Wegfall der Ausbildungsberechtigung oder nicht vorhersehbarer Stilllegung/Schließung des bisherigen Ausbildungsbetriebes vorzeitig beendet worden sein.
In dem alten und neuen Betrieb muss ein Berufsausbildungsvertrag nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) abgeschlossen und in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse bei der zuständigen Kammer oder sonst zuständigen Stelle eingetragen worden sein.
Der Insolvenzbetrieb und der übernehmende Ausbildungsbetrieb müssen ihren Sitz in Rheinland-Pfalz haben.
Von der Förderung ausgeschlossen sind Ausbildungsverhältnisse u.a. mit in direkter Linie verwandten Personen, Bund, Land, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie sonstigen juristischen Personen des öffentlichen Rechts, die nicht Wirtschaftsunternehmen sind.

Art und Höhe der Förderung
Die Förderung erfolgt in Form eines einmaligen Zuschusses. Der Zuschuss beträgt 2.500 EUR je übernommenen Auszubildenden.

Antragsverfahren
Anträge sind bei der jeweiligen Kammer oder sonst zuständigen Stelle im Sinne des Berufsbildungsgesetzes bis spätestens drei Monate nach Fortsetzung der Ausbildung einzureichen. Die Kammer oder sonst zuständige Stelle leitet die Anträge an die Investitions- und Strukturbank
Rheinland-Pfalz (ISB), Holzhofstraße 4, 55116 Mainz zur Bewillligung weiter.

Quelle / Förderdatenbank Wirtschaftsministerium
Verwaltungsvorschrift vom 22. Dezember 2008, Ministerialblatt der Landesregierung von Rheinland-Pfalz Nr. 3 vom 12. Februar 2009, S. 58; verlängert durch Verwaltungsvorschrift vom 18. November 2015, Ministerialblatt der Landesregierung von Rheinland-Pfalz Nr. 11 vom 29. Dezember 2015, S. 346.


Geltungsdauer
Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2020.

Wichtige Hinweise
Eine Kumulierung mit anderen sonstigen vergleichbaren Programmen des Landes Rheinland-Pfalz, anderer Länder, des Bundes oder der Bundesagentur für Arbeit ist ausgeschlossen.