01.03.2019

Ein Rap für das Handwerk

„Das Qualitätssiegel Schule - Handwerk hat sich erfolgreich etabliert“, sagt Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion von Rheinland-Pfalz. Bereits zum neunten Mal ist die Auszeichnung der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg nun vergeben worden. Für Schulen, die sich bei der Berufsorientierung besonders engagieren. Am 21. Februar nahmen Lehrer und Schüler von fünf Schulen im vollen Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais in Trier ihre Auszeichnungen entgegen.

Das Qualitätssiegel und je 500 Euro von der Franz-Mohr-Stiftung gewannen die Friedrich-Spee-Realschule plus Neumagen-Dhron, die IGS Trier, die Stefan-Andres-Realschule plus Schweich und die Ruwertalschule Waldrach. Die Gewinner im Schulwettbewerb sind die Ruwertalschule Waldrach, die IGS Hermeskeil, die Stefan-Andres-Realschule plus Schweich und die Friedrich-Spee-Realschule plus Neumagen-Dhron. Kreishandwerksmeister Gerd Benzmüller und Hauptgeschäftsführerin Bärbel Schädlich übergaben die Preise. Musikalisch ergänzt wurde das Programm von der Jazzband des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums.

Erstmalig haben die Gewinner des Schülerwettbewerbs unter dem Titel „Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“ ihre Arbeiten und Ideen live präsentiert. Sie sangen unter anderem einen Rap-Song, führten eine Performance auf und präsentierten ihre handwerklichen Arbeiten, wie z.B. eine Skulptur mit zwei Hämmern. Es gelte, den Jugendlichen eine klare Vorstellung von der Berufswelt zu vermitteln -  auch, um die Abbrecherquote zu verringern, sagte Thomas Linnertz.

Gerd Benzmüller sagte: „Es ist für uns Handwerker sehr schwierig geworden, gute Schulabgänger zu finden, die sich für eine Ausbildung im Handwerk interessieren. Viele Betriebe fürchten, dass ihnen der Nachwuchs ausgeht. Die Demografie schlägt voll durch. Der Kampf um die Köpfe ist voll entbrannt.“ Neben dem Handwerk werben beispielsweise auf Berufsmessen in Schulen auch Verwaltungen, kaufmännische Betriebe, die Industrie, Banken und Sparkassen, die Finanzverwaltung, die sozialen Einrichtungen sowie die Bundeswehr. Und dann sind da noch die Hochschulen und Universitäten. Viele Schulabsolventen wollen gar keine Ausbildung machen, sondern direkt studieren. Dabei können Abiturienten teilweise in 18 Monaten eine Ausbildung abschließen und im Anschluss mit einem Studium darauf aufbauen.

Dass heute das Qualitätssiegel Made in Germany weltweit immer noch sehr begehrt ist, habe mit der Qualität und Zuverlässigkeit der deutschen Facharbeiter zu tun, sagt Kreishandwerksmeister Benzmüller. Ohne hinreichenden Nachwuchs sei aber die Wettbewerbsfähigkeit in unserem Land bedroht. Die Auszeichnungen der Kreishandwerkerschaft sollen dem entgegen wirken. „Die heutige Veranstaltung ist ein Spiegelbild der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Handwerk in unserer Region und den Schulen.“

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Die Sieger im Detail

Gewinner des Qualitätssiegels und einem Geldbetrag von 500 Euro:


·         Friedrich-Spee-Realschule plus Neumagen-Dhron:
·         IGS Trier (Vorführung Filmbeitrag IGS Trier mit Olaf Fackler über Chancen in der Handwerksausbildung)
·         Stefan-Andres-Realschule plus Schweich
·         Ruwertalschule Waldrach


Gewinner im Schulwettbewerb:

 
·         Ruwertalschule Waldrach (Kl. 9c Rap Song „Handwerk lebt“)             
·         IGS Hermeskeil (Kl. 9c, Handwerk-Performance)                  
·         IGS Hermeskeil (Kl. 8a, Berufe in der Box)                  
·         Stefan-Andres-Realschule plus Schweich („Handwerk ist der Hammer“)
·         Friedrich-Spee-Realschule plus, Neumagen-Dhron (Kl. 9, „Mein Traumhaus“)                                       
·         IGS Hermeskeil (Kl. 7a, „Berufe im Mittelalter“; in gebundener Heftform)                 
·         IGS Hermeskeil (Kl. 10, Handwerksbekleidung mal anders)   
·         Ruwertalschule Waldrach (Kl. 9b, Handwerk geht unter die Haut – Henna als Körperschmuck mit Darstellung handwerklicher Motive)   


 

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