21.12.2017

Kreishandwerkerschaft MEHR stellt ausgeglichenen Haushalt vor

Geschäftsführer Dirk Kleis erläutert die Jahresrechnung der Kreishandwerkerschaft MEHR und der Tochtergesellschaften.

Die Delegierten der Kreishandwerkerschaft MEHR trafen sich Mitte November im Dauner Forum zur jährlichen Vollversammlung. Geschäftsführer Dirk Kleis stellte die Bilanzen der Kreishandwerkerschaften und ihrer Tochtergesellschaften (AMD KH GmbH und Mittelstandsberatungsges. KH GmbH)  vor. Für die Kreishandwerkerschaft (KHS) konnte er in 2018 einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Er machte aber dabei deutlich, das sinkende Ausbildungs- und Mitgliedszahlen in der Bilanz  mittlerweile negativ zu Buche schlagen. Innerhalb der letzten 10 Jahre hätten sich die Ausbildungszahlen fast halbiert, hingegen seien die Anforderungen an die Ausbildungsqualität  gestiegen. Dadurch sei eine finanzielle Entlastung im Ausbildungs- und Prüfungswesen nicht gegeben. „Ganz im Gegenteil“, so Kleis. „Die Auflagen bei der Abwicklung einer Gesellenprüfung wachsen ständig. Wir liegen mittlerweile bereits bei einer Unterdeckung der Kosten." Eine moderate Entwicklung der Prüfungsgebühren werde kommen und sei bereits in Vorbereitung.  Für die Jahresrechnung der Kreishandwerkerschaft MEHR mit einer Bilanzsumme von 1,65 Millionen EUR  wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Die Kreishandwerkerschaft MEHR ist eine von neun rheinland-pfälzischen Kreishandwerkerschaften. Unter ihrem Dach werden 23 Innungen als selbstständige Körperschaften des öffentlichen Rechts betreut.  Die KHS unterhält zwei Geschäftsstellen,  in Wittlich (Hauptsitz) und in Prüm. Auf  einer Fläche von 3.710 km² werden  etwa 1 000 Betriebe betreut, die sich freiwillig in Innungen zusammen geschlossen haben.   

Kleis erläuterte kurz das Angebot für die Betriebe,  das in der Betreuung und Bearbeitung des Teams der Kreishandwerkerschaft MEHR liegt. „Im Jahresverlauf werden  etwa 350 Veranstaltungen, Jahreshauptversammlungen, Gesellen- und Zwischenprüfungen, Fachvorträge- und -Seminar, Berufsmessen abgewickelt." - Also statistisch gesehen, sei jeden Tag eine Veranstaltung zu bedienen. Wichtiges Thema ist die Mitgliederakquise und – Betreuung.  Seit zwei Jahren werde dies durch eine neue Mitarbeiterin geleistet und habe bereits zu Erfolgen geführt.

Kreishandwerksmeister Raimund Licht berichtet aus dem Arbeitskreis Innung, der sich mit dem Zukunftsprojekt befasse. Sowohl Unternehmer, als auch Mitarbeiter der Geschäftsstelle seien involviert mit dem Ziel,  den Innungen eine Frischzellenkur zu verpassen mit einer zeitgerechten Identität bei Erhaltung der alten Werten. „Innungen bieten ein großes Portfolio an Wertschöpfungen. Das muss jedem Betrieb deutlich gemacht werden“, so Licht abschließend und dankte allen für ihre Arbeit.