12.12.2017

Verabschiedung Herbert Tschickardt

Kreishandwerksmeister Gerd Benzmüller (links) und Geschäftsführerin Bärbel Schädlich überreichen Herbert Tschickardt die Ernennungsurkunde zum Ehrenkreishandwerksmeister.

Trier – Der Laudator, Triers ehemaliger Oberbürgermeister Helmut Schröer, und die zahlreichen Grußwort-Redner waren sich einig: Herbert Tschickardt hat durch sein unermüdliches Wirken enorm viel zu Ansehen und Prosperität des Handwerks in der Region beigetragen. Seit 1997 stand Tschickardt als Kreishandwerksmeister an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg.  Bei einem Festakt in der Promotionsaula des Priesterseminars Trier ist er nun aus diesem Amt verabschiedet worden.

Als sichtbares Zeichen der Anerkennung seiner langjährigen Verdienste wurde Tschickardt die Goldene Ehrennadel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften verliehen.

Seine Mitstreiter in der Region Trier-Saarburg ernannten ihn außerdem zum Ehren-Kreishandwerksmeister. Vollständig in den „Ruhestand“ dürfte sich Herbert Tschickardt aber voraussichtlich nicht begeben. Auch hier zeigten sich die Festredner einhellig überzeugt, dass er wohl noch an einigen Stellen aktiv bleiben wird. Beispielsweise im Vorstand der Handwerkskammer Trier (HWK), wie sein langjähriger Weggefährte, Kammerpräsident Rudi Müller, ankündigte. „Ich konnte mich immer 100 Prozent auf dich verlassen. Du hast stets eine klare Meinung. Das ist nicht immer angenehm, aber du trägst immer zu guten Lösungen bei“, resümierte Müller den bisherigen gemeinsamen Einsatz für das Handwerk.
Dieses Engagement begann bei Tschickardt bereits 1982.

Nur drei Jahre nach der Übernahme des elterlichen Zimmerei-Betriebs übernahm er bei der Kreishandwerkerschaft die Aufgabe des Lehrlingswartes. In seiner ehrenamtlichen Funktion als Kreishandwerksmeister blieb dieses Themengebiet prägend. „Ausbildung zu fördern, war Ihnen immer ein Anliegen“, erinnerte Laudator Schröer an spätere Kooperationen mit der Stadt Trier. Vorausschauend habe Tschickardt schon in den 1990er Jahren gegen den sich abzeichnenden Bewerbermangel für Lehrstellen angekämpft, der heute eine der zentralen Herausforderungen des Handwerks sei. Tschickardt habe früh Netzwerke mit Schulen in der Region aufgebaut und in unzähligen gemeinsamen Aktionen für den Wert der Berufsausbildung im Handwerk geworben. Eine Trendwende auszurufen ist vermutlich noch etwas zu früh, aber ein gewisser Erfolg der Bemühungen scheint doch messbar. 

Im vergangenen Jahr 2016 ist seit langem erstmals wieder die Zahl der Lehrstellen-Bewerber im Handwerk gestiegen – um zwölf Prozent.
Die Kreishandwerkerschaft habe Tschickardt zu einem wichtigen Dienstleister für die Betriebe ausgebaut, meinte Schröer. Von verschiedenen Beratungsangeboten, beispielsweise in rechtliche Fragen, bis hin zur Entwicklung von Kooperationen mit externen Partnern reiche die Angebotspalette. Und auch die Geschichte und Tradition des Handwerks lägen Tschickardt am Herzen. Den lobenden Worten schlossen sich Triers amtierender Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz, und Dr. Jörg Loth vom Vorstand der IKK Südwest an.

Der auf diese Weise vielfach Geehrte gab das Lob umgehend weiter an Mitstreiter und Menschen, die ihn unterstützt hätten. So dankte er neben dem Mitarbeiterstab der Kreishandwerkerschaft und HWK-Präsident Müller auch seinem Bruder und Sohn für die Rückendeckung im eigenen Zimmerei-Betrieb. Erst dies habe sein ehrenamtliches Engagement ermöglicht. „Und nicht zuletzt meine Frau Erika. Ohne sie hätte ich das Amt als Kreishandwerksmeister gar nicht angenommen“, sagte Tschickardt.


 

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