20.03.2017

#einfachmachen: 121 neue Gesell(inn)en für sieben Gewerke

‚#einfachmachen‘ so das Motto der Image-Kampagne des Handwerks, das jungen Menschen bei der Berufswahl den Druck nehmen soll. Es zeigt, dass die Berufswahl alles andere als stressig sein muss. #einfachmachen fordert Jugendliche auf: Probiert euch aus, macht ein Praktikum und lernt etwas über die mehr als 130 Ausbildungsberufe im Handwerk – festlegen könnt ihr euch später. „Jede Erfahrung zahlt sich aus und bringt euch weiter, konstatiert Gerd Benzmüller, stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg.


Gefallen ist diese Aufforderung anlässlich der bestens besuchten Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg für 121 frischgebackene Gesell(inn)en sieben unterschiedlicher Handwerksberufe. Wie bereits in den Vorjahren stattgefunden hatte die Freisprechung in den Geschäftsräumen der Sparkasse Trier – erstmalig moderiert von Professor  Dr. Nico Mohr, Vorsitzender der Franz-Mohr-Stiftung, Trier.


„Wenn man zudem die vorgegebenen Entwicklungen und Auswirkungen des demographischen Wandels berücksichtigt, gilt es mehr denn je, junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern“, erklärte Benzmüller weiter. Denn wie noch nie zuvor biete dieser Berufszweig eine Vielzahl an Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Fachrichtungen zur erlernen und sich im Anschluss an eine Ausbildung weiter zu qualifizieren.


Tatsächlich haben junge Handwerker(innen) – verglichen mit vielen Büroberufen und anderen Ausbildungsgängen – heutzutage geradezu die Qual der Wahl, wenn es darum geht, sich individuell weiter zu bilden. Die Palette der Möglichkeiten reicht vom Meister über den Geprüften Betriebswirt (HwO) und den staatlich geprüften Techniker bis hin zum Bachelor. Doch auch erfahrene Gesellen dürften künftig noch händeringender gesucht werden als bisher ohnehin schon.
Vor diesem Hintergrund richtete Benzmüller außerdem folgenden eindringlichen Appell an die neuen Fachkräfte: „Unterstützen Sie auch künftig aktiv das Ansehen unseres Handwerks. Leben Sie Ihren Beruf aus Überzeugung und mit Freude – denn nur dann können Sie nachhaltig zufrieden sein und andere Jugendliche mit Ihrer Begeisterung anstecken.“


Benzmüller weiter: „Sie haben mit Ihrem Abschluss einen wichtigen Meilenstein für Ihr weiteres Berufsleben hinter sich gebracht, zu dem die Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg Ihnen herzlich gratuliert – und damit allen Grund, heute ausgelassen zu feiern.“ Seine Glückwünsche seien jedoch gleichermaßen gerichtet an die Ausbildungsbetriebe, Berufsschullehrer, Ausbildungsmeister und Eltern der erfolgreichen Prüflinge, betonte Benzmüller.
Auch Silvia Menzel, Vertriebsleiterin Firmenkunden der gastgebenden Sparkasse Trier, gratulierte den Jung-Gesell(inn)en: „Obwohl ich den Spruch früher genauso wenig mochte wie Sie bisher – er stimmt trotzdem: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Und diese Zeit haben Sie nun erfolgreich absolviert.“ Darauf dürfe man zu Recht stolz sein, aber nicht den Schluss daraus ziehen, nun ein für allemal ausgelernt zu haben.


Übergeben wurden die Gesellenbriefe letztendlich durch die Ehrenamtsträger und die Prüfungsausschüsse der einzelnen Innungen.

Das Schlusswort der Feier hielt abermals Gerd Benzmüller, der alle Anwesenden schließlich noch zu einem kleinen Umtrunk mit Imbiss in der Sparkasse Trier einlud. Wie im Vorjahr sorgte das Trierer Musiker-Duo Double UpLift für die musikalische Untermalung der Veranstaltung, die außer von der Sparkasse Trier auch vom Unternehmen Carl Geisen, der IKK Südwest, der Signal Iduna, Popp Concerts sowie Innogy unterstützt wurde.

Text / Fotos: Pressebüro JWS, Konz


 

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